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Ein Feuerwerk an guten Leistungen am
Uster Running vom 13. Juni 2003
 
 
Jerome Schaffner stellte mit 3:46,72 einen neuen "Uster Running"- Rekord
über 1500- Meter auf


[Bericht von Adrian Kammer]
 
   
  adk. Bei optimalen Verhältnissen fand am vergangenen Freitagabend im Stadion Buchholz der traditionelle Laufsportabend "Uster Running" statt. Zahlreiche Schweizer Spitzenläufer lieferten sich an diesem durch den Leichtathletikverein Uster organisierten Anlass über die Distanzen von 400 bis 5000 Metern packende Duelle.

 
     
 
Der Mond leuchtete bereits majestätisch vom wolkenlosen Nachthimmel, als die 5000-Meter Läufer ihre zwölfeinhalb Bahnrunden in Angriff nahmen. OL- Crack Urs Altorfer (LC Uster) visierte zusammen mit Martin Widler (LC Uster) und Christoph Menzi (TV Egg), dem Spitzenreiter der Juniorenwertung des ZKB- Lauf-Cups, eine Zeit von 16:30 an. Nach verhaltenem Start drehte Altorfer immer mehr auf und distanzierte mit einem schnellen letzten Kilometer seine Konkurrenten deutlich, dennoch blieb er mit 16:40,51 zehn Sekunden über der angestrebten Zeit. Menzi vermochte zwar gegen Schluss das Tempo von Altdorfer nicht mehr mitzugehen, es gelang ihm aber auch so mit seiner Zeit von 16:49,19 die Limite für die 5000-Meter Juniorenschweizermeisterschaft, die bei siebzehn Minuten liegt, zu unterbieten.

Michi Rüegg bewies seine gute Form

Der 5000- Meter-Lauf bildete den Abschluss eines Laufsportabends, der dank starken Teilnehmerfeldern und idealen Lauftemperaturen zahlreiche Spitzenzeiten ermöglichte. Das Feuerwerk an guten Leistungen eröffneten die 400- Meter-Läufer. In einem bis zum Schluss packenden Rennen setzte sich Michi Rüegg (TG Hütten), in ausgezeichneten 50,83 Sekunden durch und bewies damit einmal mehr seine derzeitig hervorragende Form. Im selben Rennen versuchte sich auch der noch nicht ganz 17- jährige Tobias Markstaller erstmals über die Bahnrunde. Mit einer Zeit von 55,26 machte der sprintschnelle Mittelstreckenläufer des LC Usters deutlich, dass mit ihm in Zukunft noch in manchem Endspurt zu rechnen sein wird.

 
       
 

Duell der Lokalmatadoren

Bei der ersten Serie der anschliessenden 800- Meter-Läufen der Männer kam es zum grossen Duell der beiden Lokalmatadoren Rolf Stebler (Dübendorf) und Sandro Wegmann (Uster). Der für den LC Zürich startende Favorit Stebler übernahm bereits nach wenigen Metern das Zepter und passierte die erste Runde in horrendem Tempo an der Spitze des Feldes. Wegmann der dem heimischen Publikum etwas bieten wollte, folgte dicht dahinter im Wissen, dass die Durchgangszeiten auf eine schnelle Zeit hindeuteten. 200- Meter vor dem Ziel verliessen die beiden aber langsam die Kräfte. Während Wegmann noch zwei Konkurrenten an sich vorbei ziehen lassen musste, rettete Stebler mit schmerzverzehrtem Gesicht und letztem Einsatz eine winzige Hunderstelsekunde über die Ziellinie und sicherte sich damit in 1:53,78 den Sieg. Wegmann seinerseits verbesserte mit hervorragenden 1:54,79 seine persönliche Bestleistung und damit auch den Clubrekord des LC Usters.

Auch bei den Frauen wurde das Rennen über die zwei Bahnrunden erst auf der Zielgeraden entschieden. Mit einem starken Finish verwies Andrea Eberle (LG Benken) in 2:21,28 ihre Konkurrentinnen auf die weiteren Plätze.

 
     
 

Neuer "Uster Running"- Rekord über 1500- Meter

Wie im vergangenen Jahr war das 1500-Meter-Rennen der Männer das grosse Highlight des Abends. Unter den Augen von Mittelstrecken-Nationaltrainer Christoph Schmid sorgten gleich zwei Tempomacher von Beginn weg für ein hohes Tempo und führten die Spitze des Feldes mit einer Zeit unter zwei Minuten über die ersten 800-Meter. Die beiden klaren Favoriten Jerome Schaffner (FSC Bassecourt) und Reto Schwengeler (BTV Chur) setzten sich nun deutlich vom übrigen Feld ab und nahmen gemeinsam die letzte Runde in Angriff. Als Schaffner aber noch einmal das Tempo erhöhte und förmlich dem Ziel entgegen flog, musste auch Schwengeler abreissen lassen. In für nationale Verhältnisse ausgezeichneten 3:46,72 verbesserte Schaffner auch gleich noch den "Uster Running"- Rekord aus dem vergangenen Jahr um wenige Hunderstel.

Im Soge dieses Schnellzuges gelangen auch zwei Oberländer Athleten gute Zeiten. Der 17- jährige oris Hutterli (LC Dübendorf) knackte die angestrebte Vierminutengrenze mit 4:00,11 nur knapp nicht. Ein überraschend starkes Comeback nach seiner Verletzungspause lieferte der für den TV Oerlikon startende Ustermer Markus Schwarz. Mit 4:02,27 übertraf er seine eigenen Erwartungen deutlich.
 
   

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